Haltung zeigen – auch im Sitzen

AWO Bremerhaven und zehn Unterstützer stellen im Stadtgebiet Anti-Rassismus-Bänke auf

Aus Anlass der Internationalen Wochen gegen Rassismus (14.- 27. März) werden insgesamt 13 außergewöhnliche Bänke im Stadtgebiet aufgestellt: Deren Sitzfläche ist verkürzt, dafür steht auf der Rückenlehne: „Kein Platz für Rassismus!“. „Der Kampf gegen Rassismus in jedweder Form und Ausprägung gehört seit mehr als 100 Jahren zu den Grundhaltungen der AWO“, sagt Kreisvorsitzender Dr. Uwe Lissau, „und wir freuen uns sehr über die Unterstützung von zehn Partner-Unternehmen und -Institutionen, die sich auf unsere Initiative der Aktion angeschlossen haben.“

Alle Beteiligten sind sich einig: „Mit diesem klaren Zeichen zeigen wir an vielen Stellen in der Stadt deutlich, dass Bremerhaven eine weltoffene und gastfreundliche Stadt ist, in der Rassismus keinen Platz hat.“ Gefertigt hat diese Sitzgelegenheiten mit einem deutlichen Statement gegen Rassismus die Behindertenwerkstatt „DeinWerk“ in Heinsberg/Nordrhein-Westfalen.

Gemeinsam mit der AWO positionieren sich die BiS, die Erlebnis Bremerhaven, die STÄWOG, die Fischereihafen-Betriebsgesellschaft, die Wespa, die Werbegemeinschaft Alte Bürger, das Columbus Center, die Stadtbäckerei Engelbrecht, das Aktionsbündnis gegen Rechts und das Nord-Süd-Forum deutlich und nachhaltig – und das nicht nur speziell während der Wochen gegen Rassismus: „Wir dulden diskriminierendes Verhalten und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit nicht und setzen uns aktiv für eine solidarische Gesellschaft ein.“

„Haltung zeigen“ bedeutet für die AWO und ihre Partner in dieser Aktion auch, den menschenverachtenden Angriffskrieg Russlands auf das Schärfste zu verurteilen und uneingeschränkte Solidarität mit der Ukraine. „Haltung zeigen“ bedeutet in dieser Zeit aber auch, Diskriminierungen und Anfeindungen gegen russischstämmige Menschen in Deutschland entgegenzutreten: Gefragt ist jetzt der Zusammenhalt aller Menschen in Deutschland.

„Die vom Ukraine-Krieg ausgelöste Hilfsbereitschaft durch ehrenamtliches Engagement, Spenden oder die Aufnahme von Geflüchteten in die eigene Wohnung ist überwältigend. Erfreulicherweise haben Diskriminierung und Rassismus in unserem Land noch immer keinen Platz und wir hoffen, dass es auch so bleibt“, so Uwe Lissau.

 

 

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