Internationale Arbeit

Wie auch in vielen anderen Handlungsfeldern der Arbeiterwohlfahrt stehen sämtliche Projekte und Aktionen der internationalen Arbeit, die wir organisatorisch im „Heimatgarten“ zusammenfassen, in erster Linie unter dem Motto der Hilfe zur Selbsthilfe.

Hervorgehend aus der Arbeit mit bosnischen und kosovarischen Kriegsflüchtlingen haben sich Arbeitsschwerpunkte insbesondere auch mit alten, behinderten oder traumatisierten Migrantinnen und Migranten entwickelt. Aus dieser Rückkehrarbeit wuchs zudem die Erkenntnis, dass den Kindern der Rückkehrer besondere Unterstützung gegeben werden muss; sie haben es bei der Reintegration oft am schwersten.

Heute hilft der AWO Heimatgarten in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und in Kooperation mit verschiedenen NGOs Migrantinnen und Migranten aus unterschiedlichen Ländern bei der freiwilligen Rückkehr in ihre Heimat. Wichtige Prinzipien sind dabei die Sicherheit im Heimatland, Respekt im Umgang miteinander und eine Rückkehr in Würde. Waren die Anfangsjahre vom Anspruch gezeichnet, die freiwillige Rückkehr und humanitäre Reintegration überhaupt zum akzeptierten Arbeitsansatz in der Flüchtlingshilfe zu entwickeln, so werden die kommenden Jahre insbesondere dadurch bestimmt sein, der freiwilligen Rückkehr Vorrang vor Zwangsmaßnahmen, also Verhaftung und Abschiebung einzuräumen.

Wesentlich ist, dass immer der Einzelfall im Mittelpunkt steht und die Arbeitsschritte bestimmt. Dieser Arbeitsansatz garantiert, dass die Reintegration in den meisten Fällen gelingt, das soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld in den Prozess einbezogen wird und somit der Anspruch einer erfolgreichen integrierten Rückkehr eingelöst werden kann.