
Eine Chance für den Wiedereinstieg in Beschäftigung für ehemals Drogenabhängige und Substituierte.
Die AWO Sozialdienste GmbH, u.a. Träger umfassender Angebote für suchtgefährdete und suchtkranke Menschen, bietet seit November 2003 Qualifizierung und Integration als Wiedereingliederungsmaßnahme in den Arbeitsmarkt an. Durch angeleitete konkrete Arbeit (Arbeitsgelegenheiten) und durch eine individuelle sozialpädagogische Unterstützung werden Langzeitarbeitslose mit einer Suchtproblematik und anderen vielfältigen Vermittlungshemmnissen für den Arbeitsmarkt vorbereitet und nach Möglichkeit auch in Ausbildung oder Arbeit vermittelt.
Die Teilnehmenden werden motiviert, ihre persönliche, soziale und berufliche Situation zu verändern und ihre Chancen auf Integration in den Arbeitsmarkt zu verbessern. Durch sinnvolle gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung werden die Teilnehmenden wieder an einen strukturierten Tagesablauf herangeführt. Berufsrelevante Tugenden, wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Durchhaltevermögen werden (wieder) erlernt. Motivation und Selbstbewusstsein werden gestärkt.
Ergänzend zur Arbeitserprobung in AGH findet auch Qualifizierung beim Maßnahmeträger statt.
Da die Teilnehmenden über unterschiedliche berufliche Fähigkeiten und Vorerfahrungen verfügen und auch unterschiedlich belastbar sind, müssen die Einsatzbereiche möglichst passgenau ausgewählt werden, so dass sowohl einfache als auch zunehmend anspruchsvolle Anforderungen zu bewältigen sind. Die Einsätze finden beim Maßnahmeträger und bei anderen gemeinützigen Trägern statt.
Im Rahmen der Tätigkeiten sollen sinnvolle Arbeiten erledigt werden, die an die Kenntnisse und Fähigkeiten der Teilnehmenden anknüpfen. Es wird ein fester Arbeitsrahmen (zeitlich, inhaltlich) vorgegeben, um die Teilnehmenden wieder an einen geregelten Tagesablauf und die Erledigung von Arbeitsaufträgen heranzuführen.
Es soll „Realarbeit“ geleistet werden, die von der Bevölkerung positiv wahrgenommen wird. Dies dient dazu, Vorurteile (negatives Image von Suchtkranken in der Öffentlichkeit) abzubauen, vermittelt aber auch den Teilnehmenden Bestätigung und Erfolgserlebnisse. Das Training handwerklicher, technischer und sozialer Fähigkeiten und Fertigkeiten trägt zur Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt bei.
Die Durchführung von Praktika in Betrieben auf dem des 1. Arbeitsmarktes ist Pflichtbestandteil der Qualifizierung. Bevorzugt werden Betriebe ausgewählt, die aktuell einen Arbeitskräftebedarf haben oder ausbildungsberechtigt sind.
Insgesamt stehen 20 Teilnehmerplätze im Projekt „Lene“ zur Verfügung. Für die Aufnahme ist eine Zuweisung durch das Jobcenter Bremerhaven notwendig.
Das Projekt wird unterstützt von:



Bremer und Bremerhavener Arbeit
Europäischer Sozialfonds
